RRs Ausbildungsplan




Moderator: Ike Godsey

RRs Ausbildungsplan

Beitragvon Ike Godsey » Mo 12. Jan 2015, 01:51

Zusammengestellter Ausbildungsplan aus Berichten des Major Robert Rogers

(Originaltitel: Plan of discipline extracted from journals of Major Robert Rogers – 1759)

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I. Alle Ranger unterliegen den Vorschriften und Gebräuchen des Krieges; zur Befehlsausgabe der Ranger melden Sie sich jeden Abend; ausgerüstet, jeder mit einer Muskete, Pulver und Blei für sechzig Schuss, und einem Beil, zu dieser Zeit inspiziert ein Offizier jeder Kompanie das gleiche, um zu sehen das sie gefechtsbereit sind, damit sie bei Alarm oder Marschbefehl in einer Minute abmarschbereit sind (Anmerkung Übersetzung daher der Begriff Minuteman); und bevor sie in den Dienstschluss befohlen werden, die erforderlichen Wachen eingeteilt, und die Streifen für den nächsten Tag befohlen sind.

II. Wann immer Sie unterwegs sind um feindliche Feldbefestigungen oder Gefechtslinien aufzuklären, auch bei geringer Stärke, marschieren sie in einer Reihe (Anmerkung Übersetzung heute Schützenreihe), halten soviel Abstand zueinander das nicht ein Schuss zwei Mann töten kann, senden einen Mann, oder mehrere, nach vorn, und auf die Flanken, in einer Entfernung von zwanzig Metern von der Marschkolonne, so wie es das Gelände ermöglicht (Anmerkung Übersetzung Sichtentfernung), um dem Offizier Feindannäherung melden zu können, und seine Stärke, etc.

III. Marschieren Sie über Sümpfe oder weichem Boden, ändern sie ihre Position und treten in die Spuren der vorauslaufenden, um Feind die Aufklärung zu erschweren bis sie auf einen Untergrund kommen der diese verhindert, um dann wieder Ihre frühere Marschordnung aufzunehmen bis es ganz dunkel ist, bevor Sie biwakieren, wenn möglich, in Gelände, das den Trupps ermöglicht (Anmerkung Übersetzung in die jeweilige Beobachtungsrichtung) Feind auf geraume Entfernung sehen und hören zu können. Die Hälfte ihrer gesamten Einheit hält abwechselnd durch die Nacht Wache.


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IV. Einige Zeit bevor Sie an den Ort kommen den Sie aufklären wollen, halten Sie, und senden Sie ein oder zwei erfahrene Männer voraus, die das Gelände (Anmerkung Übersetzung für ein Nahversteck) für die Beobachtung erkunden.

V. Wenn Sie das gute Glück haben Gefangene zu machen, halte Sie diese getrennt, bis sie verhört werden (können), und für Ihren Rückweg nehmen Sie einen anderen Weg als für den Hinweg, dies gibt Ihnen einen besseren Schutz vor Feind der Sie verfolgt, und gibt die Wahl, wenn deren Stärke grösser ist als die eigene, die Richtung zu ändern, oder sich zu zerstreuen, wie es die Verhältnisse verlangen.

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VI. Wenn Sie in einer langen Marschkolonne aus drei- oder vierhundert marschieren, die gefechtsbereit gegliedert ist, teilen Sie diese in drei Marschkolonnen, die jeweils durch einen erfahrenen Offizier geführt wird, und laß diese Marschkolonnen in (Anmerkung Übersetzung Schützen-)reihe marschieren, die rechte und linke Marschkolonne haben zwanzig Meter Abstand oder mehr von der in der Mitte zu halten, wenn der Boden es zulässt, und sichere den Gefechtsverband durch eine starke Vor- und Nachhuten, sowie durch Flankensicherungen in einem vorher befohlenen Abstand, der noch eine Führung (auf Sicht) zu lässt, mit dem Befehl an allen Geländeerhöhungen zu halten, um eine Beobachtungsaufklärung durchzuführen, um zu verhindern in einen Hinterhalt zu geraten, und Annäherung oder Ausweichen von Feind aufzuklären, sowie angemessene Befehle für einen Angriff, Verteidigung treffen zu können, etc. Und wenn der Feind vor der eigenen Linie in gleicher Höhe aufmarschiert, bilden Sie eine Gefechtslinie aus Ihren drei Gefechtskolonnen oder einen Truppenkörper mit Sicherungen, stellen Sie Flankensicherungen heraus, wie beim Marsch unter dem Kommando von erfahrenen Offizieren, um den Feind daran zu hindern starken Druck auf deine Flügel auszuüben, oder dich zu umgehen, was die übliche Methode der Wilden ist, wenn ihre Gefechtsstärke gross genug ist, und sei vorbereitet Deine Nachhut zu unterstützen oder zu verstärken.

VII. Seien Sie auf einen feindlichen Feuerüberfall vorbereitet, lassen Sie sich fallen, oder knien Sie nieder, bis es vorbei ist; stehen Sie danach auf und nehmen den Feuerkampf auf (Anmerkung Übersetzung - bezogen auf Vorderladermusketen mit denen jeweils nur ein Schuss abgegeben werden konnte). Wenn die (Anmerkung Übersetzung feindliche) Gefechtsstärke gleich Ihrer ist, lockern Sie sich auf; aber wenn diese überlegen ist, seien Sie vorbereitet um ihre Flankensicherungen zu unterstützen und zu verstärken, um diese gleich stark mit ihm (Anmerkung Übersetzung dem Feind) zu machen, wenn dies möglich ist, um dem (Anmerkung Übersetzung feindlichen) Gefechtsverband widerstehen zu können. Ist dieser Fall möglich, greifen Sie mit größter Entschlossenheit und gleich starken Kräften in jede Flanke und frontal an, halten Sie dabei einen ausreichenden Abstand zueinander, und gehen Sie von Baum zu Baum vor, (Anmerkung Übersetzung überschlagend) mit der Hälfte des Gefechtsverbandes mit einem Abstand von zehn oder zwölf Meter voneinander. Wenn der Feind stand hält, nimm mit der Spitze den Feuerkampf auf und geh (Anmerkung Übersetzung danach) in Deckung, und lass dann deinen nachfolgenden Teil (Anmerkung Übersetzung - des Gefechtsverbandes) sie angreifen und mache was erforderlich ist, in der Zeit diejenigen, die zuvor vorne waren wieder schussbereit sein werden, und wiederhole das gleiche Vorgehen (Anmerkung Übersetzung Feuer und Bewegung mit Vorderladern), solange es erforderlich ist (Anmerkung Übersetzung bis sie am Feind sind) ; auf diese Weise unterhalten Sie einen konstanten Feuerkampf, daß der Feind nicht problemlos in der Lage ist ihre Absicht zu unterlaufen, oder ihnen gegenüber Boden zu gewinnen.

VIII. Wenn Sie den Feind zum Rückzug zwingen, seien vorsichtig, in ihrer Einschätzung von ihm, sichern Sie ihre Flanken, und schütze Sie sie vor ungünstigem Gelände, oder Anhöhen, durch welches sie (Anmerkung Übersetzung der Feind) vielleicht in der Lage wären sich zu sammeln und zurückzuschlagen.

IX. Wenn Sie gezwungen sind auszuweichen, lassen Sie die vorderen Teile des Gefechtsverbandes den Feuerkampf aufnehmen und sich unter dem Feuerschutz der rückwärtigen zurückziehen und wiederholend Sie dies bis Sie sich vom Feind gelöst haben; auf diese Weise zwingen Sie den Feind der Sie verfolgt, unter Dauerbeschuss.

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X. Ist der Feind so überlegen, dass die Gefahr besteht gefangen zu werden, zerstreue die Truppe, und jeder sollte auf einem anderen Marschweg zu einem abendlichen Sammelpunkt im Feindgebiet sickern, dies muss jeden Morgen neu befohlen werden und jedem Ranger bekannt sein, damit die ganze Teileinheit, oder soviele wie möglich, zurück kommen. Werden Sie vom Feind umgangen, sollte die Truppe ein Quadrat oder in den Wäldern besser einen Kreis bilden und diese Gefechtsformation bis zur Dunkelheit halten, da die Nacht ein Ausweichen begünstigt.

XI. Wenn die eigene Nachhut angegriffen wird, muss der Gefechtsverband und die Flankensicherung selbständig nach rechts oder links schwenken, oder kehrt machen, um sich zu verteidigen. Das gleiche Verhalten ist anzuwenden, wenn eine der Flankensicherungen angegriffen wird, und eine der Flankensicherungen wird dadurch zur Nachhut.

XII. Nach einem Ausweichen sollte auf einer Anhöhe in Stellung gegangen werden, um nachstossenden Feind aufzufangen, da diese den Vorteil bietet auch gegen überlegenen Feind das Gelände halten zu können.

XIII. Grundsätzlich, sind Sie nahe am Feind, stopfen Sie Ihr Feuer (Anmerkung Übersetzung Feuervorbehalt, Feueröffnung auf Kommando), bis dieser auf kurze Distanz heran ist, um in dann in zu überraschen und bestürzen, dies gibt Ihnen die Möglichkeit mit den eigenen Beilen und Degen ihn niederzumachen und diese besser zur Geltung zu bringen.

XIV. Wenn Sie für die Nacht biwakieren, befehlen Sie die (Anmerkung Übersetzung ..Stellungen der..) Teileinheiten inderart das niemand bis zum Morgen vom Gefechtsverband getrennt wird, Geheimhaltung und Schweigen sind oft von grosser Bedeutung in diesen Fällen. Jede Teileinheit sollte aus sechs Männern bestehen, von denen zwei ständig gefechtsbereit (Anmerkung Übersetzung .. auf Alarmposten) sein müssen, und wenn sie von ihren Kameraden abgelöst werden, dies ohne Lärm geschieht; und im Fall das diejenigen die auf Alarmposten sind etwas sehen oder hören, was sie alarmiert, sie ruhig sind, aber einer von ihnen leise sich zurückzuzieht, und dem kommandierenden Offizier davon meldet, dass angemessene Befehle gegeben werden können, und alle befohlenen Teileinheiten sollte in gleicher Weise befestigt werden.

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XV. Beim ersten Morgengrauen, machen Sie Ihre ganze Abteilung gefechtsbereit; es ist die Zeit, zu der die Wilden ihre Feinde überfallen, Sie sollten mit allen Mitteln gefechtsbereit sein, um ihn empfangen zu können.

XVI. Wenn der Feind durch Ihre Abteilungen in der Früh entdeckt werden sollte, und deren Stärke überlegen ist über ihre, und ein Sieg zweifelhaft, sollten Sie bis zum Abend nicht angreifen, da sie dann nicht Ihre Stärke wissen werden, und sollten Sie zurückgeschlagen werden, Ihr Ausweichen von der Dunkelheit der Nacht begünstigt wird.

XVII. Bevor Sie Ihr Versteck verlassen, senden Sie Spähtrupps zur Erkundung und Aufklärung in die Umgebung, um zu sehen ob es irgendwelche Anzeichen oder Spuren eines Feindes gibt, der sich während der Nacht genährt hat.

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XVIII. Wenn Sie für ein Biwak halten, nutzen Sie eine Wasserquelle oder Bächlein, und biwakieren Sie so das ihre Einheit nicht überrascht wird, stellen Sie starke Sicherungen mit Abstand um ihre Einheit heraus, und lassen sie eine kleine Teileinheit zurück auf dem Weg den sie gekommen sind, um Feind zu überraschen.

XIX. Vermeiden Sie auf dem Marschweg zurück aus dem Gefechtsgebiet Flussüberquerungen an den üblichen Furten, damit der Feind Sie nicht entdeckt und dort erwartet.

XX. Wenn Sie auf Gewässern unterwegs sind, halten Sie Abstand zu Gewässerufern, damit Sie im Falle eines Hinterhalts oder eines Angriffs durch den Feind nicht von einem Rückzug abgeschnitten werden.

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XXI. Verfolgt der Feind ihre Nachhut, geht Ihr einen Kreis bis Sie zu Ihrem eigenen Marschweg zurückkommen, und legt einen Hinterhalt, um sie mit einem Feuerüberfall aufzufangen.

XXII. Wenn Sie von einem Spähtrupp wieder kommen, und in die Nähe unserer Feldbefestigungen sind, vermeiden Sie die dorthin führenden Straßen und Wege, damit der Feind, sollte er Sie verfolgt haben, Sie nicht in einem Hinterhalt erwartet, wenn Sie von den Strapazen erschöpft sind.

XXIII. Wenn Sie einen (Anmerkung Übersetzung feindlichen) Gefechtsverband in der Nähe unserer Feldbefestigungen oder Biwaks überwachen, folgen sie nicht unmittelbar auf ihrem Marschweg, da sie durch ihre Nachhut gesichert werden, die Alarm geben würden, wenn sie entdeckt werden sollten; aber sie sollten sich bemühen, auf einem anderen Marschweg, sie (Anmerkung Übersetzung den Feind) zu überholen und ihnen (Anmerkung Übersetzung den Feinden) in einem Hohlweg aufzulauern oder einen Hinterhalt zu legen, wann und wo sie (Anmerkung Übersetzung die Feinde) es am wenigsten erwarten.

XXIV. Bist Du in Kanus, Booten oder anderweitig auf dem Wasser unterwegs, nutze den Abend für die Einschiffung, dann hast du die ganze Nacht vor Dir, um jede Teileinheit des Feindes, auf Hügeln, oder anderen Orten, unentdeckt zu passieren, die den Befehl haben den See oder Fluss auf dem Du unterwegs bist zu beobachten.
XXV. Beim Paddeln oder Rudern, gib Befehl, dass das vorderste Boot oder Kanu, auf das nachfolgende wartet, und das Zweite auf das Dritte und das Dritte auf das Vierte und so weiter, um ein Abkommen zu verhindern, und um bereit zu sein einander im Notfall zu helfen.

XXVI. Ein Soldat in jedem Boot hat nach Feuerstellen an den Ufern ausschau zu halten, damit Sie die Zahl und Größe (Anmerkung Übersetzung der Feinde) danach beurteilen können, um zu entscheiden, ob Sie in der Lage sind, sie anzugreifen oder nicht.

XXVII. Wenn Sie Feind der in der Nähe des Ufers eines Flusses oder Sees lagert aufklären konnten, und es diesem möglich ist das Gewässer bei einem Angriff zu überqueren um zu entkommen, senden Sie eine Teileinheit in einiger Entfernung auf die gegenüberliegende Flussseite um ihn zu erwarten; mit dem anderen Teil überrasche den Feind, und kessle ihn zwischen der eigenen Truppe und dem See oder Flusslauf ein.

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XXVIII. Wenn Sie sich nicht von der feindlichen Anzahl und Stärke überzeugen können, von ihrem Feuer, etc. verbergen Sie Ihre Boote in einiger Entfernung, und lassen dessen Stärke durch einen Aufklärungstrupp feststellen, wenn sie ausbooten, oder marschieren, am Morgen; kennzeichnen Sie deren Verlauf den sie steuern, etc. wenn Sie sie verfolgen können, legen Sie einen Hinterhalt, und greifen Sie sie an, oder lassen Sie ihn passieren, wie die Situation es erfordert. Im Allgemeinen, wie auch immer, ist es wichtig das Sie nicht durch Feind auf den Seen und Flüssen über große Entfernung aufgeklärt werden, es ist am sichersten anzulegen, während jedes Tages mit Ihren Booten und dem Gefechtsverband getarnt zu bleiben, ohne Geräusche und (ohne) sich zu zeigen, und ihren Weg bei Nacht fortzusetzen, ob Sie zu Land oder Wasser unterwegs sind, geben Sie eine Parole und Kennzeichen aus, umeinander in der Dunkelheit zu erkennen, und ernennen Sie ebenfalls für jeden einen (einzelnen), der im Fall einer Verwundung, diesem hilft und bei ihm bleibt.
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Re: RRs Ausbildungsplan

Beitragvon Capt. de`Winter » Mo 12. Jan 2015, 08:46

Danke Ike,
Du hast Dir viel Arbeit gemacht. :idea: :D

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Re: RRs Ausbildungsplan

Beitragvon Ike Godsey » Mo 12. Jan 2015, 10:52

ähm... nicht das hier der fasche Eindruck entsteht, die Übersetzung war schon fertig. Die Bilder sind neu.
Zuletzt geändert von Ike Godsey am Mo 12. Jan 2015, 18:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: RRs Ausbildungsplan

Beitragvon Christoph » Mo 12. Jan 2015, 12:07

Zwecks der Darstellung von Rogers Rangern, Fort TI hat dazu etwas ausgearbeitet um eine möglichst historisch Genaue Nachstellung des battle of snowshoes zu ermöglichen.
Die oben im Text eingebetteten Bilder zeigen die Ranger nicht so, wie es der heutige Wissensstand zulässt.

http://www.fortticonderoga.org/learn/re ... rs/rangers
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Re: RRs Ausbildungsplan

Beitragvon Capt. de`Winter » Mo 12. Jan 2015, 13:18

Hallo Christoph,
DANKE

so stelle ich mir Forumsarbeit vor, man ERGÄNZT sich. :P

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Re: RRs Ausbildungsplan

Beitragvon Ike Godsey » Mo 12. Jan 2015, 15:13

Christoph hat geschrieben:Zwecks der Darstellung von Rogers Rangern, Fort TI hat dazu etwas ausgearbeitet um eine möglichst historisch Genaue Nachstellung des battle of snowshoes zu ermöglichen.
Die oben im Text eingebetteten Bilder zeigen die Ranger nicht so, wie es der heutige Wissensstand zulässt.

http://www.fortticonderoga.org/learn/re ... rs/rangers


Danke Corp.
Die Bilder im obigen Text sind auf einem älteren Stand - richtig. Aber auch fort Ti's Ausführungen sind nur so korrekt wie es die gefundenen "Beweise" zulassen. So ist es ein Fakt, dass es keinem Beweis für eine "Uniform" der RRs gibt.
Alles was man auf Bildern dazu sieht - auch auf dennen des Fort Ticonderoga - sind Uniformen die auf wagen Beschreibungen basieren - teilweise sogar auf abgewandelte Uniformen der Kings Rangers aus dem AWI.
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Re: RRs Ausbildungsplan

Beitragvon Christoph » Mo 12. Jan 2015, 17:30

Jooo,

aber die Bezüge zu Rifleshirts und Westen mit Schulterflügeln finde ich interessant. Für die meisten dt. Darsteller ist ein grünes Rifleshirt ja noch völlig ausreichend für eine Ranger-Darstellung... :shock:
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Re: RRs Ausbildungsplan

Beitragvon Ike Godsey » Mo 12. Jan 2015, 18:14

Christoph hat geschrieben:Jooo,

aber die Bezüge zu Rifleshirts und Westen mit Schulterflügeln finde ich interessant. Für die meisten dt. Darsteller ist ein grünes Rifleshirt ja noch völlig ausreichend für eine Ranger-Darstellung... :shock:


Das ist leider wahr.
Es ist jetzt nicht so, dass ich für die RR Darstellung nicht auch ein Rifleshirt nutzen würde, dennoch gehört schon etwas mehr dazu als ein bloses Rifleshirt, Ledenschurtz, Moccasis und Leggins. :shock:

Wobei ich diese Passage:

Extremely popular works by James Fennimore Cooper, popularized the image of, “leatherstocking,” whose buckskin attire cast a large shadow over Roger’s exploits. Hunting shirts, a favorite of American Riflemen in 1775, and convenient continental army uniform garment, laid a fringed mantle over the history of the Rangers.
These myths are true in their intent, describing this mix of garments necessary for year-round service in the north woods. While hunting shirts are a later fashion, ‘hunting coats’ are not.


Auch net 100% unterschrieben könnte. Es ist zwar korrekt, wenn man davon spricht, dass das "Hunting - oder Rifleshirt" im AWI zu seiner vollen Blüte gelangte, es war aber nichts was es nicht vorher schon gab. Washington soll ja angeblich selbst die Order erteilt haben, diese "Shirts" als "Uniform" anzuschaffen.
Das kann nun stimmen, kann auch nicht stimmen. Fakt ist, dass im AWI viele dieser Shirts getragen wurden und auch, dass einige Einheiten diese als "Uniform" ansahen. Auch im AWI erhielt das Ding den Namen "Rifle" vorne weg, vorher kannte man kaum Rifles...
Doch auch dieses Shirt wurde ja nicht erst im AWI entwickelt, es war schon ein bekanntes Kleidungsstück. Und je nach dem welcher Quelle man glauben will, geht das "Rifleshirt" - das vor dem AWI "Huntingshirt" hies auf Anfang 1700 zurück, andere behaupten, es wurde schon im King Willimas War getragen worden, was es dann zu einem Stück Kleidung aus den 1690er Jahre machen würde.

Ich sehe lederne Halbschuhe, entspr. Strümpfe und/oder Gamaschen, Buckskin Breeches, Hemd (uni, gestreift, kariert...), Waistcoat (braun, grün, dkl. rot...), ggf. Halsbinde, Jacke/Rifleshirt, und entspr. Kopfbedeckung (Roundhat, blaues scots bonnet, Ranger Hat (der it der Quillarbeit)) als ein Minimum an.

Sicher, man kann natürlich auf einem Sommerlager auf Winterkleidung verzichten. Damals war das anders. In RR Lager auf Rogers Island war alles vorhanden, was der Ranger das gesamte Jahr über benötigte.
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Re: RRs Ausbildungsplan

Beitragvon Christoph » Mo 12. Jan 2015, 18:44

Zu Rifleshirts kann ich nur folgende Lektüre empfehlen:

http://www.academia.edu/3336557/_kind_o ... ting_Shirt

Ich denke, die Schlussfolgerung aus der Arbeit ist, das Rifleshirts vor der Belagerung von Boston als regionales Bekleidungsstück anzusehen sind und auch im AWI mehr für Congress und Staatstruppen anzuwenden ist als für Milizen. (Hier sei auch angemerkt, das der in Deutschland am häufigsten verwendete Schnitt von einen 1812-Rifleshirt abgenommen wurde. Lasst den Stehkragen weg.)
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Re: RRs Ausbildungsplan

Beitragvon Ike Godsey » Mo 12. Jan 2015, 18:48

Cooler Link.
Hast du das bereits als .pdf?
Wenn ja, schickst ddus mir bitte?
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